Kormoran -frisch auf den Tisch-…

Ein großer Feind der Fische (und der Angler) : DER KORMORAN.
Diese gefiederte Fischfressmaschine wird bis 100 cm groß, max. 3000 g schwer und können bis zu 10 Jahre alt werden. Wenn man sie lässt…
„Natürlich“ stehen die schwarzen Fischfresser unter Artenschutz (…), doch werden auch geregelte Abschüsse genehmigt.
Sollte man einen jagdgerecht erlegten Kormoran angeboten bekommen, dann kann man diesen auch essen. Die Rache geht hier durch den Magen!
Deshalb hier mal ein altes Kochrezept für die Zubereitung von Francis R. Hoff aus dessen Kochbuch: „Wild und Wein“.

Kormoran mit Linsen
Für 2-3 Personen benötigt man folgendes:
– Die Brüste von einem Kormoran
– 1 große Karotte in Scheiben geschnitten
– 1 Scheibe Sellerie, gewürfelt
– 300 g Tellerlinsen
– mittelgroße Zwiebeln
– 200 g geräucherter Speck
– 6 El Essig
– 4 Tassen Hühnerbrühe
– 2 Tassen Marinade
– 3-4 kleine rote Chilis
– Salz
– 1/2 Bund frischer Thymian
– Gänseschmalz
Für die Marinade:
– 1/2 Ltr. trockener Weißwein
– 4 EL Olivenöl
– 1 Zwiebel
– 1 Karotte
– 1/2 Bund Zitronenthymian
– 2 „Stengel“ Blattsellerie
– 1 Lorbeerblatt
– roter Pfeffer

Den erlegten Kormoran auf dessen Rücken legen, die Haut entlang des Brustbeins durch das Gefieder (!) aufschneiden und zu beiden Seiten abziehen. Das Brustfleisch mit einem scharfen Messer auslösen, das Fett entfernen und in eine Schüssel geben.
Das Gemüse für die Marinade in Scheiben/Würfel schneiden und mit allen Zutaten kurz aufkochen. Die Marinade abkühlen lassen, über die Kormoranbrüste gießen, abdecken und 48 Stunden ziehen lassen.
Danach das Brustfleisch trocken tupfen, in Stücke schneiden und in einer Pfanne mit Gänseschmalz anbraten. Eine Tasse Marinade dazugeben und ca. 2,5 Stunden in geschlossenem Topf schmoren lassen, bis das Fleisch fast zart genug ist. Von Zeit zu Zeit etwas Brühe nachgießen.
In der Zwischenzeit den Speck in Streifen schneiden, die Zwiebel hacken und mit etwas Gänseschmalz in einem Schmortopf anbraten. Die Karotten, den Sellerie und die Chilis zusammen mit den gewaschenen Linsen dazugeben, dann mit Essig, Marinade und Brühe ablöschen.
Die Mischung in einen kleinen Behälter oder Tontopf (Römertopf) geben, das Brustfleisch salzen und darauf verteilen. Den Thymian dazugeben und das Gericht zugedeckt fertig garen.

Das Fleisch des Vogels ist rot und mit kommt geschmacklich dem Wildfleisch nahe. Allerdings scheint das Kormoran-Fleisch etwas zäh zu sein, wenn es solange eingelegt und geschmort werden muss…

Dazu passt Rotwein, viel Rotwein, oder nur Rotwein ohne Kormoran 🙂



Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Kormoran -frisch auf den Tisch-…

Zanderbestand Main 2021 reduziert…

Die letzten Jahre über wurden überraschend viele Zander im Main -jedenfalls hier bei uns – gefangen. SEHR viele wurden dem Gewässer entnommen, da es schließlich keine Schonzeit mehr in Hessen gibt…
Allerdings sollte man die Schuld am Rückgang des Bestandes der Zander nicht nur den Anglern (und Fischern!) geben, sondern auch einmal an den allgegenwärtigen Laichräuber GRUNDEL denken!
Sobald ein Zander sein Nest, welches er bekanntlich ja bewacht, aus irgendwelchen Gründen verlässt (evtl. wird geht er auf einen Köder von Anglern etc.) und sich demzufolge davon entfernt, sind die allgegenwärtigen Grundeln zur Stelle und räumen das Gelege aus.

(c) mainkarpfen.de

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Zanderbestand Main 2021 reduziert…

„Wolgazander“ auch (bald) im Main?

Der sog. „Wolgazander“ hat ja als Invasive-Art schon längere Zeit auch in deutschen Flüssen Einzug gehalten.
Es kann unserer Meinung nach nicht mehr lange dauern, bis auch diese Fischart auch bei uns im Main „auftaucht“, wenn dies nicht schon geschehen ist und die wenigstens Angler den „Wolgi“ zwischen einem „normalen Zander“ unterscheiden können.
Deshalb hier mal eine kurze Beschreibung und die Unterscheidungsmerkmale (Quelle z.T. Wikipedia)
Der Wolgazander ist ein Fisch aus der Familie der Barsche und hat es wohl von der Donau zu uns geschafft (die Grundeln haben´s ja auch gepackt…). Man geht davon aus, dass diese Fischart im Ballastwasser von Schiffen den Weg zu uns fand.
Dieser Fisch ist kleiner als der hier vorkommende Zander, wird max. bis 50 cm lang und ca. 2 Kilogramm schwer. Er hat am Körper dunkle Streifen, die sich nicht in Flecken auflösen und sind, im Gegensatz zu den heimischen Zandern, über die Seitenlinie hinausgehend. Ihm fehlen die Zander-Typischen großen „Hundszähne“. Der ganze vordere Kiemendeckel ist mit Schuppen bedeckt.
Der Wolgazander bewohnt tiefere sandige Flussabschnitte und mitunter findet man ihn auch im Brackwasser.
Die Laichzeit reicht von April bis Mai an findet an seichten Stellen der Gewässer statt. Ebenso wie der heimische Zander übernimmt auch beim Wolgazander das Männchen die Brutpflege.
Er lässt sich mit unseren herkömmlichen Zanderködern fangen.

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für „Wolgazander“ auch (bald) im Main?

„Einen Biber an Festtagen zu kochen…“

Wie wir ja alle wissen, vermehrt sich der Biber bei uns in vielen Teilen des Landes ungehindert. Bislang steht der „Plattschwanz“ unter strengstem Schutz, ist natürlich ok! Es KÖNNTE aber eines Tages geschehen, dass das nicht mehr der Fall ist und der Pelzträger mit den gelben Zähnen auf der Speisekarte steht (war vor ca. 200 Jahren auch schon mal so…).
BEVOR dies für manchen plötzlich und unerwartet geschieht, hier mal präventiv ein Kochrezept für Biber aus dem „Regensburger Kochbuch“ der Marie Schandri, welches zuerst 1867 erschienen ist. Als Alternative zur Weihnachtsgans, oder Überraschungs-Menü…
Die Kirche zählte den Biber übrigens zu den Fischen, weshalb er auch in der Fastenzeit verspeist werden durfte.

Also folgendes benötigen Sie:
Einen Biber
Erbsenbrühe
Zwiebeln
Essig
Rotwein
Sardellen
Evtl. ein paar eingemachte Gurken

„Einen Biber an Festtagen zu kochen“
(Text aus dem Regensburger Kochbuch)
Man macht von dem Biber kleine Stückchen, gibt einen Tegel Schmalz, klein geschnittene Zwiebeln, legt den Biber darauf, dünstet ihn, bis er weich ist, gibt öfter Essig und Erbsensud, zuletzt auch etwas Mehl, feingeschnittene Sardellen, auch ein Glas Wein dazu, und lässt es damit kurz verkochen. Der Schweif davon ist aber am besten, wenn er in Essig und Wasser weich gesotten, sodann mit Butter und Semmelbrösel auf dem Roste abgebräunt, auf den Biber gelegt, und so zur Tafel gegeben wird. Es können auch die Sardellen und der wein weggelassen, und kleine eingesottene Gurken zur Sauce genommen werden.

Mahlzeit!

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für „Einen Biber an Festtagen zu kochen…“

Kerzenwachs als Blei-Ersatz?

„Irgendwann“ wird Blei als Gewicht in der Angelei ja auch verboten werden und deshalb wird ein geeigneter Ersatz gesucht. Natürlich spielt auch hier der Umweltaspekt eine Rolle.
Einiges ist ja schon im Versuchsstadium.
Wir haben uns entschieden, mit unbehandeltem Kerzenwachs evtl. mit Sand versetzt, um das Gewicht zu erhöhen, zu experimentieren.
Wachs ist sehr günstig, leicht zu verarbeiten, Wirbel können haltbar „eingearbeitet“ werden, evtl. Schnurbeschädigungen ausgeschlossen usw. usw.
Versuch macht klug… <3)))))))><

(c) mainkarpfen.de -18.07.2021-

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Kerzenwachs als Blei-Ersatz?

Angeln ohne Angelschein – Hessen –

Wer in Hessen fischen möchte, benötigt einen GÜLTIGEN Fischereischein, denn ohne diesen kann es bis zu 5.000 Euro kosten. Es gibt daneben noch weitere Bußgelder für Angler, die sich nicht an das Fischereigesetz in Hessen halten.
Hier mal ein kleiner Auszug aus dem Tatbestandskatalog:
– Fischfang ausgeübt, ohne einen gültigen Fischereischein zu besitzen: bis 5.000 Euro
– Verbotene Fische, Krebse oder Muscheln gefangen bzw. entnommen: bis 5.000 Euro
– Fische während deren Schonzeit oder vor Erreichen der Mindestmaße gefangen und entnommen: bis 5.000 Euro
– Fischfang mit verbotenen Mitteln ausgeübt: bis 5.000 Euro
– Lebende Wirbeltiere als Köder verwendet: bi 5.000 Euro

In Hessen gilt die Fischereischeinpflicht. Wer dem Fischfang nachgehen will, muss vorher eine Fischereiprüfung ablegen, um den Fischereischein zu erwerben.
Der amtliche Fischerschein wird von der Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung des Wohnortes des Antragstellers nach Vorlage der erfolgreich bestanden Fischereiprüfung (Prüfungszeugnis) ausgestellt.
Das Mindestalter für den Angelschein liegt bei 14 Jahren (Jugend-Fischereischein)
Bei Zuwiderhandlung gegen das hessische Fischereigesetz drohen Geldbußen bis zu 5.000 Euro. Ebenso ist es möglich sich der Fischwilderei strafbar zu machen und hierfür drohen Geldstrafen, ebenso ist sogar eine Freiheitsstraße bis zu 2 Jahren möglich!
Angeln OHNE Angelschein ist in Hessen nicht möglich, auch wenn manchmal behauptet wird, in privaten Teichen wäre die erlaubt. Dies ist aber ein gewaltiger IRRTUM und steht in keinem hessischen Gesetz!
Wird auch noch fremdes Fischereirecht verletzt, macht man sich evtl. der Fischwilderei (§ 293 StGB) strafbar. Das bedeutet, es wird ein Strafverfahren eingeleitet und im Führungszeugnis vermerkt.
Wer danach noch eine Fischereiprüfung ablegen wird, hat hierfür sehr schlechte Chancen, da Straftaten gegen den Natur- oder Umweltschutz besondere Beachtung finden und in der Regel zur Versagung des Fischereischeins führen.

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Angeln ohne Angelschein – Hessen –

„Steinbrötchen“

„Probier´s doch einfach mal !“
__________________________________
Bei jedem Discounter gibt es für ein paar Cent fertig gebackene Brötchen in der Plastiktüte. Diese kann man sehr gut für´s Anfüttern „am Stück“ in (hauptsächlich) stehenden Gewässern verwenden. Einfach in die meist eh schon ziemlich zähen Brötchen einen passenden Stein reindrücken, nach Wunsch etwas Flavour Tropfenweise ins Brötchen geben und ab ins Wasser damit. Dies kann per Hand oder Futterkelle geschehen.
Das „Steinbrötchen“ wird – wenn der darin befindliche Stein schwer genug ist (!) – absinken, sich langsam auflösen und somit die Fische gezielt am Platz halten. Natürlich geht das auch mit ganzen „Kasten-Weißbroten“, die man mit Steinen, Hanf, Mais etc. füllen kann. Dann werden die Fische schön satt und wir haben endlich mal ein gefülltes Kasten-Weißbrot ins Wasser fliegen sehen… (mehr aber auch meistens nicht) 🙂

(c) mainkarpfen.de

Veröffentlicht unter "Probier´s doch einfach mal" !, Aktuell | Kommentare deaktiviert für „Steinbrötchen“

„Schweizer-Zuckerkäse-Brotteig“

„Probier´s doch einfach mal „!

Schweizerkäse ist ein sehr guter Köder für alle Cypriniden, wenn man ihn in Würfel gschnitten, 6-8 Stunden vor dem Gebrauch beim Angeln in KALTE Milch einlegt. Allerdings kann man damit auch einen sehr fängigen Teig herstellen, wenn man den Käse „raspelt“ und mit Brot verknetet. Einfach von zwei Scheiben Mischbrot (kein Weißbrot!) die Rinde entfernen und auf jeweils einer Seite mit etwas Wasser anfeuchten. Dann werden die beiden Scheiben solange mit Zucker bestreut, bis dieser von dem feuchten Brot nicht mehr angenommen wird. Dann legt man die beiden „Zuckerseiten“ aufeinander und knetet -zusammen mit dem Käse- das Brot zu einem am Haken gut haltbaren Teig. Eine Nacht ziehen lassen und fertig ist der „Schweizer-Zuckerkäse-Brotteig“.

(c) mainkarpfen.de

Veröffentlicht unter "Probier´s doch einfach mal" ! | Kommentare deaktiviert für „Schweizer-Zuckerkäse-Brotteig“

Schleusensperrung -Main- 2021

Das (Corona-) Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu und jeder sollte (so schwer es gerade heute, nach der neuen Lockdown-Regelung auch fällt), zuversichtlich ins kommende Jahr blicken.
So besteht für die Mainangler unter uns eine gute Möglichkeit vorausschauend Plätze anzufüttern und auch dort für ein paar Tage ohne Schiffsverkehr zu angeln.
Der Main wird nämlich 2021 von der Schleuse Obernau (Main-km 92,9) bis zur Schleuse Lengfurt (Main-km 174,5) vom 12. April, 06:00 Uhr bis 23.April, 18:00 Uhr für die gesamte Schifffahrt gesperrt.

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Schleusensperrung -Main- 2021

Corona-Ausgangssperre im Kreis Offenbach (12.12.2020)

Auch Hainburg gehört zum Kreis Offenbach und ist somit von der o.g. Ausgangssperre zwischen 21:00 und 05:00 Uhr betroffen. Ebenso gilt das Verbot zum Genuss von Alkohol in der Öffentlichkeit.
Dies bedeutet, während der Ausgangssperre darf man seine Wohnung dann nur noch aus „gewichtigen Gründen“ verlassen.
Ausnahmen gibt allerdings auch, z.b. „Zur Versorgung von Tieren…“
Dies bedeutet aber nicht, dass man als Angler mit einer Tüte Boilies (oder sonstigen Ködern) zwischen 21:00 und 05:00 Uhr losmarschieren darf, um die Fische im Main oder an Seen zu füttern (und sich während dieser evtl. präventiven (Futter-) Maßnahme mit Alkohol die Lichter auszuschießen ! ). <8))))><

Veröffentlicht unter Aktuell | Kommentare deaktiviert für Corona-Ausgangssperre im Kreis Offenbach (12.12.2020)