Main an der Schleuse Krotzenburg „ÜBERFISCHT“

Sieht man sich die Angelplätze ober- und unterhalb der Schleuse an, glaubt niemand, das hier Angler waren, sondern ein Wanderzirkus einige Wochen gastiert habe. Jeder halbwegs gut erreichbare Platz wird ständig befischt, d.h. sobald die Wallerangler weg sind, bauen die Karpfenangler auf (und umgekehrt).

Vom Abfall, den manche „Angler“ (ich verkneife mir den Ausdruck Schweine…), hier hinterlassen, ganz zu schweigen. Scheinbar meint so mancher Petrijünger im Umkreis von 100 km, hier würden sich die Fische stapeln. Dem ist beileibe nicht so!

Es ist zu überlegen, ob auf und am Schillerplatz (Festplatz), der als Parkplatz von Anglern genutzt wird, nicht ein Parkscheinautomat aufgestellt werden sollte und die Einnahmen davon für Fischbesatz im Main verwendet werden kann.

Vielleicht hat es schon der eine oder andere Angler, der sein Lager für einige Tage und Nächte an der Schleuse Krotzenburg, oder 200 m davor bzw. dahinter aufgeschlagen hat, gemerkt: ES GEHT DORT SO GUT WIE NIX MEHR! Selbst die Mainfische sind nicht unbedingt bekloppt und haben kapiert, wo der Bär den Honig holt, bzw. kennen mittlerweile den Unterschied zwischen Futter und Köder…

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„Fischtreppen“ in der bestehenden Art sinnvoll?

Sind Fischtreppen immer sinnvoll?

Wir haben uns einmal Gedanken über die bestehenden und auch „geplanten“ Fischtreppen, also Aufstiegsmöglichkeiten für sog. Wanderfische, gemacht. 

So manches Wehr an unseren Flüssen, hier am Beispiel Rhein-Main-Donau-Kanal, verfügt über sogenannte „Fischtreppen“, die den Wanderfischen eine Aufstiegsmöglichkeit bieten (sollen). Allerdings orientieren sich die meisten Wanderfische bei ihren Wanderungen in der Regel nach der Hauptströmung. Fischtreppen, deren Einlass meist (wenn nicht sogar immer) im strömungsarmen Bereich der Flüsse liegen, werden daher von den Fischen nicht gefunden und verfehlen somit ihren Zweck. Auch zu große Höhenunterschiede zwischen den einzelnen Becken, könnte den Fischen -wenn diese mehr oder weniger zufällig die Fischtreppe finden – , den Aufstieg erschweren, wenn nicht gar unmöglich machen (nicht jeder Wanderfisch ist ein sportlicher Lachs…).

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Kaugummi als Friedfischköder -„Probier´s doch einfach mal“!-

Ein einfacher, aber wirkungsvoller Friedfischköder ist Kaugummi!

Am besten fängt ein GANZ KURZ „durchgekauter“ Kaugummi mit Pfefferminz-Geschmack. Natürlich kann man jede andere Geschmacksvariante des klebrigen Zeugs um Haken „kneten“  . Es gibt ja einige Sorten mit Fruchtgeschmack, die man zwischendurch auch einmal ausprobieren sollte <°°))))>

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Fleisch der Dreikantmuschel als Karpfenköder -„Probier´s doch einfach mal“!

Karpfen fressen gerne Dreikantmuscheln, jedenfalls dort, wo sie vorkommen (die Dreikantmuscheln 🙂 ). Bei uns hier am Main hat man sehr oft Äste am Haken, an denen sich scheinbar Generationen von Dreikantmuscheln angeheftet haben. Dort, wo die Dreikantmuschel ist, sind (meistens) auch die Karpfen. Diese fressen die Muscheln, wie man oft feststellen kann, sehr oft und gerne -sieht man auf der Abhakmatte, wenn ein gelandeter Karpfen diese als „Toilette“ während des Abhakens verwendet – … Was liegt also näher, als das Innenleben der Dreikantmuschel als Karpfenköder zu benutzen? Die Muscheln kann man beispielsweise an Spundwänden bei Schleusen oder Häfen, an Brückenpfeilern oder an besagten Ästen, die sehr oft statt eines Karpfens am Haken hängen, finden. Dann einfach die Muscheln mit einem scharfen Messer öffnen, das Fleisch herausnehmen und am Haar oder Haken befestigen.

Da die Karpfen erwiesenermaßen gerne Muschel fressen, und diese mit ihren Schlundzähnen knacken, warum sollten sie nicht das reine Muschelfleisch nehmen? Schließlich kennen die Fische ja den Geruch und den Geschmack der Muscheln und müssen nicht erst durch langes anfüttern an diesen Köder gewöhnt werden…!

Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert ! <^^)))))<

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Schweinegrieben als Angelköder – „Probier´s doch einfach mal“! –

Ein etwas anderer und früher öfter benutzter Köder auf Döbel, Barben, Brassen und sogar Rotaugen, sind Schweinegrieben.

Grieben sind evtl. beim Metzger erhältlich der selbst noch Griebenschmalz herstellt, oder einfach bei ebay.

Einfache Handhabung, günstiger Preis und ein – mittlerweile – außergewöhnlicher Köder.

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„Wurmsammler“, ein Beruf mit Zukunft ? :-)

Jeder Angler hat schon mit Würmern geangelt und dies machen auch heute noch einige. Der gute alte Wurm wird zwar heute nicht mehr von soooo vielen Anglern verwendet, aber seine Fische fängt er nach wie vor! Die wenigsten Petrijünger suchen sich heute noch ihre Würmer selbst und jedes Fachgeschäft für Angelgeräte hat viele Sorten Würmer im Sortiment. Diese Würmer stammen aus speziellen Zuchtfarmen und somit ist die Beschaffung ganz leicht. Früher allerdings, so vor ca. 100 Jahren war das Sammeln von Würmern – hauptsächlich Tauwürmer – in England ein Hauptberuf. Vornehmlich um Nottingham, wo es als anerkannte Erwerbstätigkeit galt und die Sammler bei großer Trockenheit, wenn keine Würmer zu finden waren, sogar Arbeitslosengeld erhielten!

Die Wurmsammler trugen Eimer an ihren Gürteln und in einer Hand eine Lampe. An einem Knie hatten sie einen Beutel – meist aus Leder – mit feinem, trockenen Sand, in den sie öfter ihre „Sammelhand“ steckten, um die Würmer mit festerem Griff fassen zu können. In warmen, feuchten Nächten waren die Würmer zu vielen Tausenden aus ihren Erdlöchern gekommen, einige erschienen schon eine Stunde nach Sonnenuntergang. Die Sammler mussten sich sehr ruhig fortbewegen, und wenn einmal ein Eimer oder eine Lampe zu Boden fiel, war es erst einmal vorbei, mit der Würmersucherei…

Die Wurmsammler versorgten aber nicht nur die Nottingham-Angler mit Ködern, sondern die Würmer wurden über ganz England und sogar ins Ausland verschickt. Heute wird dieser Beruf – wenn überhaupt – nur noch von ganz, ganz wenigen ausgeübt.

Wer also einen (sehr) großen Garten hat, könnte sich ja als „hauptberuflicher Wurmsucher“ seine Brötchen verdienen. Wie lange die Ausbildung dauert und ob man als „Wurmsuch-Geselle“ einen Abschuss machen kann, wissen wir nicht… 😉

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Zwiebelstücke im Angelteig

Mal wieder was in unserer Kategorie „Probier´s doch einfach mal!“

Für viele Fische eignet sich die Zugabe von sehr klein gehackten rohen Zwiebeln im angefeuchteten Weißbrot-Teig. Noch besser wird der Teig, wenn er über Nacht in einer ausgehöhlten Zwiebel aufbewahrt wird, und so „richtig durchziehen“ kann.

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Auf der Suche… Angelplätze am Main und an den Seen der Umgebung

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Der Biber ist nicht nur im Main-Taunus-Kreis zurück…

 

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Was versteht man unter „HYPOXIE“?

HYPOXIE (Quelle: Wikipedia)

Hypoxie liegt vor, wenn die Konzentration gelösten Sauerstoff in Gewässern so reduziert  ist, dass die aquatischen Lebewesen beeinträchtigt sind. Die Sauerstoffsättigung hängt vom Salzgehalt (Salinität) und der Temperatur ab.

Bei 0% Sättigung bzw. einem Sauerstoffgehalt des Wassers unter 2 mg/l liegt Anoxie vor, die zu anaeroben Lebensbedingungen führt (Anaxisches Milieu, wenn Nitrat vorhanden). Ein hypoxisches Milieu liegt vor, wenn die Sauerstoffsättigung auf 1 bis 30 % des Normalwertes (mindestens 80%) reduziert ist.

Ursachen

Neben natürlichen Effekten ist Hypoxie hauptsächlich Folge von Eutrophierung durch Verschmutzung mit Pflanzennährstoffen wie Ammonium, Nitrat, Nitrit, und Phosphaten. Hauptquellen sind intensive Landwirtschaft und Abwässer. Es kommt zur Algenblüte mit steigender Sauerstoffsättigung am Tag und zunehmend sinkender Sättigung nachts. Abgestorbene Algen werden von Bakterien zersetzt und reduzieren dabei den Sauerstoffgehalt weiter. Zuletzt treten sulfatamende Bakterien auf, deren Stoffwechselprodukte sich in schwarzen Schichten auf dem Gewässerboden absetzen. Der hypoxische Zustand führt, neben dem Tod bodenlebender Wirbelloser wie Würmern und Muscheln, auch zu Fischsterben.

Natürliche Hypoxie tritt an seichten Flussmündungen im Meer auf. dabei schiebt sich weniger dichtes Süßwasser ohne Vermischung auf darunter liegendes Salzwasser, wodurch die Sauerstoff-Konzentration in den unteren Schichten sinkt. Andere Ursachen sind „geschlossene Wasserkörper“ mit wenig Austausch wie im Schwarzen Meer oder in Fjorden. Der östliche Pazifische Ozean wie auch der nördliche Indische Ozean besitzen natürlicherweise geringere Sauerstoffkonzentration und sind demzufolge empfindlich gegen Veränderungen.

Beobachtungen und Lösungen

Die Sauerstoffsättigung kann sehr schnell stark gegen Null sinken, wenn ablandige Winde Oberflächenwasser auf das Meer treiben, zugleich anoxisches Tiefenwasser ansteigt, die Temperatur sinkt und die Salinität zunimmt. Neuere Untersuchungen des Sauerstoffgehalts beziehen Fische und Zooplankton ein, deren Verhalten sich unter reduzierten Bedingungen selbst bei geringer Wasserverschmutzung drastisch ändert. Um Hypoxie durch Eutrophierung zu vermeiden, ist es nötig den Nährstoffeintrag in die Ozeane zu senken. Neben der Reduzierung des Düngerverbrauchs ist die Renaturierung von Flussufern, Marschen und Mangrovensümpfen sinnvoll.

In durch Torfmoose versauerten Hochmooren verhindert die Hypoxie mikrobielle Zersetzung im Boden, so dass Moorleichen der Eiszeit, konserviert sind.

„Dead zones“

Seit Beginn der ozeanografischen Erfassung in den 1970er Jahren haben sich Totzonen (engl. dead zones) in den Meeren und großen Seen an Zahl und Größe in jedem Jahrzehnt verdoppelt. Das von UNEP publizierte „Global Environment Outlook Year Book“ berichtet von 200 Dead zones weltweit, in denen die Sauerstoffsättigung für die Meerbewohner nicht ausreicht.

Einige Gebiete bestehen nur vorübergehend und kleinflächig, andere über lange Perioden im Jahreszyklus und über bis zu 70.00 km2.

Nachdem 2011 erstmals küstennahe Totzonen in der Ostsee registriert wurden, sind auch deutsch Küstengebiete potenziell betroffen.

Totzonen sind bisher reversibel. Nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion verschwand zwischen 1991 und 2001 das Phänomen im Schwarzen Meer größtenteils aufgrund gestiegener Düngerpreise. Fischfang wurde danach wieder die Haupteinkommensquelle des Gebietes.

Die ersten entdeckten hypoxischen Zonen waren:

  • Bucht von New York
  • Chesapeake Bay, Maryland
  • Ostsee
  • Kattegat
  • Nördliche Adria
  • Golf von Mexiko (Mississippidelta)
  • Schwarzes Meer

Weitere:

  • Skandinavische Fjorde
  • Südamerika
  • China (Jangtsekiang)
  • Fosu Lagune Ghana
  • Japan
  • Südöstliches Australien
  • Neuseeland
  • Mersey-Ästuar, England
  • Elefsis-Bucht bei Athen, Ägäisches Meer
  • Paracas-Bucht in Peru
  • Mondego, Portugal
  • Bucht von Montevideo, Uruguay
  • Westindische Küste

Das Journal Science publizierte 2008 das Vorhandensein von 400 Dead Zones auf 245.000 km2.

 

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