Woher hat der KARPFEN eigentlich seinen Namen?

Woher hat der Karpfen eigentlich seinen Namen?
Die Karpfenfische (Cyprinidiae) sind eine Familie der Karpfenartigen Fische. Der „Teichkarpfen“, wie er z.B. in Franken bekannt ist, gilt als eine eigene Art unter den Karpfenfischen. So wird der Karpfen in gängiger Weise zoologisch definiert. Sprachlich wird die Definition schwieriger. Die Bezeichnung „Karpfen“ ist zwar geläufig, was sie aber im eigentlichen Sinne bedeutet, lässt sich nur schwer nachvollziehen, denn sprachgeschichtlich kann nicht genau geklärt werden, auf welches Grundwort der Begriff zurück geht.
In den überlieferten Schriften Cassiodors (um 490 bis um 583), eines spätrömischen Gelehrten, Klostergründers und hohen Staatsbeamten unter Friedrich des Großen, wird das Wort „carpa“ als Bezeichnung für einen Donaufisch erstmals urkundlich erwähnt. Die schriftliche Notiz aus dem 6. Jahrhundert – wohl ein offizielles Rundschreiben – wurde verfasst, weil man für Theodorichs Königshof in Ravenna Fische aus der fernen Donauregion bezog.
Doch das erklärt das Wort noch nicht. Klar zu sein scheint nur, dass es von einer untergegangenen Sprache der Donau- und Alpenregion abstammt und von südgermanischen Stämmen übernommen wurde. Sie alle kannten und nutzten den Karpfen. Vielleicht steht „carpa“, wie vermutet wird, sogar mit dem schon im alten Griechenland gebräuchlichen geographischen Namen „Karpaten“ in Beziehung oder mit dem altindischen Begriff „sapharah“, der einen im flachen Wasser lebenden Fisch bezeichnet, was gar nicht so abwegig klingt. Schließlich war der Karpfen sowohl in Zentralasien als auch im Kaspischen und im Schwarzen Meer beheimatet. Dieser Wildkarpfen, eine schlanke und vollständig beschuppte Urform, verbreitete sich auf natürliche Weise, also über die Flüsse und durch Menschenhand bis nach Europa.
Aus: „Karpfen & Kultur in Franken“
von Stefan Fröhling und Andreas Reuß

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„Angler-Nahrung“ – 1964 –

„Angler-Nahrung“… aus „Handbuch des Angelsports“ 1964
Einige Vorschläge für die Zusammenstellung des „Angler – Dinners“:
Warme Jahreszeit:
Obst – Obst – Obst, in jeder Form
Rindfleischsuppe mit Nudeln
Gemüseeintopf mit magerem Fleisch
Kotelett mit Kartoffelsalat
Tee mit Zitronensaft
Fruchtlimonade
Kalter Bohnenkaffee mit wenig Sahne, ungesüßt

Kalte Jahreszeit:
Bohneneintopf mit Schweinefleisch
Linsen mit Rauchfleisch oder Würstchen
Kohleintopf mit Hammelfleisch
Heißer, schwarzer Tee, evtl. ein kleiner Schuss Rum hinein
Starker Bohnenkaffee
Gute, ganz mild gesalzene Fleischbrühe, evtl. mit Ei

Also, nix mehr mit Dosenfutter, oder Döner am Wasser! 😉

 

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Aalblut ist giftig!

Beim nächsten Aalansitz vielleicht mal dran denken:
Aalblut ist giftig!
Die Giftigkeit von Aalblut ist inzwischen hinreichend bekannt. Sie braucht uns aber nicht in Angst und Schrecken zu versetzen oder gar davon abzuhalten, weiterhin der Jagd auf den Aal nachzugehen. Denn dem Menschen kann es nur gefährlich werden, wenn es in die Blutbahn gelangt (z.B. durch offene Wunden) oder wenn die Schleimhäute oder die Augen mit dem Blut in Berührung kommen. Aber selbst wenn dies einmal beim Töten oder Ausweiden von Aalen passiert, ist es keine lebensgefährliche Sache. Allerdings ruft das Blut an Wunden oder auf den Schleimhäuten unangenehme Entzündungen hervor, die nur schwer und langsam abheilen.
Wirklich gefährlich wird das Blut erst, wenn es Säugetieren – und dazu zählt biologisch gesehen auch der Mensch – in die Blutbahn gespritzt wird.

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Karpfenangeln – Altbewährtes nicht vergessen – 1982

Karpfenangeln – Altbewährtes nicht vergessen – 1982
Die Erfolgversprechendste Methode beim Karpfenangeln ist die Grundangelei. Fischt man mit traditionellen Ködern wie pflaumengroßen Kartoffeln, einem Teigkloß oder einem großen Tauwurm, braucht die Angel in allen Fällen, in denen man nicht weit werfen muss, keine weitere Beschwerung. Es gibt also nichts in Ködernähe, was den Fisch stören könnte. Sind weite Würfe unerlässlich, wählt man entsprechend schwere, durchlochte Bodenbleie. Als Stopper über dem Vorfach genügt der Wirbel, den man zwischen Schnur und Vorfach eingeschaltet hat. Karpfen schwimmen mit dem ergriffenen Köder weg, solange sie ihn noch vorne im Maul halten. Bei einem Anschlag zu dieser Zeit würde der Haken meist nicht fassen. Man muss warten, bis der Karpfen den Bissen zu schlucken beginnt. Deswegen muss der Fisch mit dem Köder abziehen können, ohne dass die Schnur ihn daran hindert. Der Schnurfangbügel muss also offen bleiben. Man kann die Schnur in einer Schlaufe unter einen, um die Rute gelegten Gummiring klemmen, bei einem Karpfenbiss wird sie herausgezogen, Wind und Wellen schaffen das nicht. Selbstverständlich wird diese Art des Angelns durch moderne Freilaufrollen erheblich vereinfacht. Diese Rollen sind allerdings nicht billig.
Damit man entspannt auf den Biss warten kann – im Grase liegend oder auf einem Stühlchen sitzend -, stellt man die Angelrute in eine Astgabel oder in einen Rutenhalter. Zum Angeln mit Kartoffeln eignen sich „festkochende“ Sorten, die man 2-5 Minuten weniger kocht als für Speisezwecke üblich. So bleiben sie fester. Kirschgroße Knollen wird man bei der käuflichen Haushaltsware nicht bekommen. Sie sind der ideale Köder, wenn überwiegend mit kleineren Fischen zu rechnen ist. Pflaumengroße Kartoffeln, die man fast immer unter abgepackten Speisekartoffeln findet, sind für Karpfen ein angemessener Bissen. Die Kartoffeln werden vor dem Anködern geschält. Den Haken muss man mit Hilfe einer Ködernadel in die Kartoffel einführen.
Bei der Verwendung von Teigklößen empfiehlt es sich, den Teig um den Haken zu kneten. Teige haben gegenüber Kartoffeln den Vorzug, dass man sie zu Portionen in nahezu beliebiger Größe formen kann. Zwar kann man auch Kartoffeln in kleinere Würfel oder Kugeln schneiden, doch gibt es dabei häufig „Bruch“. Kartoffelstückchen sind meist auch nicht „wurffest“. Dass man dennoch immer wieder auch zu ihnen greift, hat mit der Erfahrung zu tun, dass nicht selten kleine Köder ganz große Fische fangen. Dies stimmt zwar, dennoch sollte sich der Karpfenangler überlegen, ob er sich diese „Philosophie“ zu eigen machen will. Schließlich sind die meisten Angelgewässer nicht nur von Karpfen bevölkert. Es leben auch andere Friedfische in ihnen. Rotaugen, Rotfedern oder Brachsen zum Beispiel, die mit ihren kleinen Mäulern bei großen Ködern keine Chance haben, kleine Köder aber sehr wohl zu packen vermögen. Natürlich kommen auch sie zu den Anfütterungsplätzen und sie beißen oft viel lebhafter als Karpfen. Ihr Drill erzeugt indessen am Angelplatz so viel Unruhe, dass scheue Karpfen dadurch vom Anbeißen abgehalten werden. Zur Lösung dieses Problems wurden von den Spezialisten die Boilies entwickelt. Mit ihnen erfand man einen Köder, der selektiv fast nur Karpfen fängt und zudem noch besonders fängig ist. Boilies kann man fertig kaufen oder selbst herstellen.

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Fische und Fischfang – Sprichwörtlich –

Fische und Fischfang – Sprichwörtlich –
Fische begegnen uns nicht nur beim Angeln, sondern fast überall im Leben. Wir finden sie abgebildet auf Briefmarken, Münzen, Medaillen, Streichholzschachteln, Feuerzeugen, Abzeichen, Gläsern, Tellern, Keramiken, Broschen, Uhranhängern und Manschettenknöpfen, auf Bildern, Wirtshausschildern und Wappen. Welche Möglichkeiten für von der Sammelleidenschaft besessene Petri-Jünger! Wir erkennen die Fische aber auch als Sternzeichen am nächtlichen Himmel. Sie begegnen uns nicht zuletzt in zahllosen Büchern und in unserer täglichen Umgangssprache. Die enge Verbundenheit von uns Menschen mit den Fischen hat im Laufe der Zeiten auch unsere Umgangssprache mit geprägt und beeinflusst. Gemeint ist hier nicht das berüchtigte „Anglerlatein“, das wir so perfekt wie keine andere Sprache beherrschen. Denken wir vielmehr einmal an die zahllosen Begriffe, sprichwörtlichen Redensarten und Sprüche, die – wortwörtlich genommen – Fische oder Fischfang zum Inhalt haben, von denen sich aber nicht wenige – im übertragenen Sinn – trefflich auf unser menschliches Leben beziehen. Sie sprechen von Fischen oder vom Fischfang, aber sie zielen auf den Menschen, seine Gewohnheiten, Stärken oder Schwächen, Tugenden oder Laster, auf Menschliches, Allzu-menschliches.
Wir wollen im folgenden aus der Fülle nur einige Begriffe, sprichwörtliche Redensarten und Sprüche herausfischen. Woher sie stammen, wie sie entstanden sind, soll uns dabei nicht interessieren. Oft sind sie so bekannt, dass keine Erklärung notwendig ist.
Keinen Fisch man ohne Gräten find´t, ohne Mängel die Leut´nicht sind.
So beginnen wir unseren Fischzug mit den Fischen ganz allgemein. Menschen leben wie die Fische: die Großen fressen die Kleinen. Kleine Fische können keine großen fressen. Große Fische sind nicht stets die Besten. Besser ein kleiner Fisch als nichts auf dem Tisch. Fisch und Gast, nach drei Tagen stinken sie fast. Dem Fisch in die Kiemen sehen, sagen wir, wenn wir etwas näher untersuchen wollen. Mancher Mensch ist weder Fisch noch Fleisch, nicht kalt noch warm, mancher hat Fischblut in den Adern. Je mehr Fisch, desto trüber das Wasser – großer Besitz trübt den Verstand. Gesund oder muntere wie ein Fisch im Wasser, dieser Vergleich kann heute nur noch dort gelten, wo es noch saubere Gewässer gibt. Den Fisch schwimmen lehren, bedeutet so viel wie einem Meister Unterricht geben wollen. Wer eigennützig schenkt, gibt einen kleinen Fisch, um einen großen zu bekommen. Wer die Fische im Wasser singen hört, leidet an törichter Einbildung. Als faule Fische bezeichnet der Volksmund betrügerische Handlungen. Verschwiegen wie ein Fisch sind nur wenige. Zur Begründung ihres Durstes schließlich benutzen Angler oft die Redensart: der Fisch will schwimmen.
Der Hecht lehrt uns wie man hechtet, wie man einen Hechtsprung macht. Der Hecht im Karpfenteich ist der große Unruhestifter, als tollen Hecht bezeichnen wir einen Draufgänger. Auch ein toter Hecht hat noch Zähne. Hechte werden von kleinen Fischen groß, Hechte spielen nicht mit kleinen Fischen. Bekannt ist schließlich der Hecht noch als Bezeichnung für beißenden Rauch, die Hechtsuppe als schlechtes Wetter. Es zieht wie Hechtsuppe.
Fischen gehen, Vogel stellen verderbt machen guten Gesellen. Mit die beliebtesten Objekte des oft spöttischen Volksmundes sind wir Angler selbst und unser – für Uneingeweihte – närrisches Treiben, der Fischfang. Hierfür nur ein paar Beispiele.
Fischen und Jagen sind Weiberplagen, Fischen und Jagen machen leeren Magen. Wer mit der Angel fischt, verzehrt mehr als er fängt. Ein Fischer mit der Angel hat wenig Brot und häufig Mangel. Was der Fischer gewinnt an Fisch, das versäuft er wieder beim Tisch. Von unseren lieben Mitmenschen werden wir Angler meist als Narren, selten als Philosophen eingestuft. Angeln ist aber die einzige Philosophie, von der man satt wird. Hoffen und harren, tun Angler und Narren. Allgemein bekannt ist auch, was man unter einer Angel versteht: eine Schnur mit einem Haken an dem einen und einem Narren an dem anderen Ende.
Der Fischfang selbst bietet dem Volksmund nicht wenige Beispiele für Menschliches, Allzumenschliches. Fische fängt man mit Angeln, Leute mit Worten. Mit dem Netz fängt man Fische, mit Geld Menschen. Wer mit einer goldenen Angel fischt, fängt was er will. Der Fisch sieht den Köder, aber nicht den Haken. Fische, die an jeden Köder gehen, werden bald gefangen. Der Fisch hat angebissen, geht ins Netz, wir haben ihn an der Angel – unsere List ist gelungen. Mancher fischt im Trüben, auf dem Trockenen, hinter dem Netz, mancher wird vom eigenen Netz gefangen.
Fische gleichen den Menschen, Menschen gleichen den Fischen. Wenn es auch noch keine Kiemenatmer unter uns gibt, grätig sind wir mitunter schon. Wer genau hinhört, kann sich selbst und das Verhalten seiner Mitmenschen in den sprichwörtlichen Redensarten über Fische oder Fischfang recht gut erkennen.
Quelle: BLINKER-Schmunzel-Bibliothek – Heinrich Ruhl 1982 –

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„Abgelaicht“ :-)

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Die Fische in unserem Seechen haben mittlerweile abgelaicht, wie man an den zwei Eiern sieht. Unsere Karpfen laichen meist nur ein Ei ab, aber in diesem Jahr freuen wir uns, dass sich die Zahl der Eier verdoppelt hat!

Entweder hat eine Karpfendame zwei Eier gelegt, oder es handelt sich um zwei Fische, die jeweils ein Ei gelegt haben. Dies wissen wir -noch nicht- genau 😉

 

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Mal ein kleines „Gedicht“ :-)

„Ein Fischer hockt auf einem Stein
und hofft, er hätt´ beim Angeln Schwein.
Doch niemals macht die Rute „ruck“,
er hatte eben doch kein „Gluck“.
Damit sein Weib zu Fisch gelange,
verpackt er seine Angelstange
und kauft bei „Nordsee“ sich sein Teil“.

Das Ganze nennt sich: Petri Heil!

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Karpfenangeln – Von Wind & Wärme –

Karpfenangeln – Von Wind und Wärme –
Innerhalb ihres Wohngewässers bevorzugen Karpfen häufig die Abschnitte mit wärmerem Wasser. Vor allem in Seen ist das Wasser beileibe nicht überall gleich warm. Die Wärmestrahlen der Sonne dringen allenfalls bis 1 m Wassertiefe ein. Dann sind sie alle absorbiert. Nur so kann Wasser direkt erwärmt werden. Die Wärmeleitfähigkeit von Wasser ist schlecht. An tiefere Wasserschichten kann Wärme daher nicht nennenswert abgegeben werden. Gäbe es keine anderen Einflüsse, schwämme eine etwa meterdicke Warmwasserschicht im Sommer auf den kalten, tieferen Wasserschichten. Dass dem nicht so ist, daran ist der Wind schuld. Bläst er längere Zeit aus einer Richtung, dann schiebt er das warme Oberflächenwasser an das Seeufer, das windangewandt liegt. Das Wasser beginnt zu strömen. Am windseitigen Ufer verdrängt das Warmwasser tiefer gelegenes Kaltwasser. Die Front zwischen Kaltwasser und Warmwasser, die „Sprungschicht“ liegt schief zur Wasseroberfläche.
Selbst bei einem immer wiederkehrenden Wechsel zwischen starker Sonneneinstrahlung und dadurch bedingter Erwärmung und stetigen Winden aus derselben Richtung könnte die Warmwasserschicht durch Tieferverlagerung nur bis zu einer bestimmten Mächtigkeit ansteigen; denn der Wind muss ja um so mehr Arbeit leisten, je dicker die oberflächliche Warmwasserschicht schon geworden ist. Man kann davon ausgehen, dass in tiefen Seen auf die geschilderte Weise allenfalls 8 – 10 m mächtige Wasserschichten erwärmt werden können. Darunter bleibt das Wasser ganzjährig kalt. An der Grenze von Warm- und Kaltwasser gibt es daher im Sommer stets eine Sprungschicht. Unterhalb dieser Schicht braucht man auf Karpfen nicht zu fischen.
In sehr flachen Seen mit weniger als 3-4 m Wassertiefe kommt es nicht zur Ausbildung einer bleibenden Temperaturschichtung. Aber sie kann zeitweise auftreten. Nach mehreren windstillen, warmen Tagen kann aufkommender, stetiger Wind die Warmwasserschicht rasch zum windabgewandten Ufer schieben und dort tagelang festhalten. Am windwärtigen Ufer dringt dann Wasser aus der Tiefe, das um mehrere Grade kälter ist. Hier braucht man nicht auf Karpfen anzusitzen; unter diesen Umständen wird man keine fangen. Im Laufe des Sommers kommt es öfter zu solchen einseitigen Wasserverschiebungen. Weitgehende Durchmischungen von kälterem und wärmerem Oberflächenwasser ist letztlich die Folge.
Von Einfluss ist – vor allem im Frühling, im Spätsommer und Frühherbst – auch der Wärmeverlust durch Abstrahlung in klaren, hellen Nächten. Das Oberflächenwasser strahlt Wärme ab, wird dadurch dichter und sinkt auf den Grund bzw. bis in die Tiefe, in der gleich Warmes anzutreffen ist. In flachen Uferbereichen kann so grundnahes Wasser in sternenklaren Nächten derart stark abkühlen, dass Karpfen sich aus dem Flachwasser in zentralere Seebereiche zurückziehen.

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„Bootsangeln“ 1957 :-)

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„Bootsangeln“, eigentlich keine neue Erfindung 🙂

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Gönnt den Opas ihr Vergnügen

Gönnt den Opas ihr Vergnügen
Als sie jung waren, wünschten sie sich Rentner zu sein, um angeln zu können wann immer sie wollten. Jetzt haben sie es geschafft und die jüngeren Angler beneiden sie darum. Alte Angler gibt es in jedem Verein, man trifft sie nicht nur in den Vereinslokalen, sondern zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter an unseren Gewässern. Ihre Gesichter sind herb wie Herbstlaub, ihre Haut ist von der Witterung gegerbt, aber ihre Augen glänzen noch immer wie die der Jungen, wenn sie einen Fisch gefangen haben oder vom Fang erzählen. Ihre Sprache wird überall verstanden, wo sich Angler begegnen.
Unsere Alten haben ein langes, hartes Berufsleben hinter sich, sind dabei alt geworden und doch innerlich jung geblieben bei ihrem Hobby, dem sie – allen Gewalten und körperlichen Gebrechen zum Trotz – die Treue gehalten haben. Und sie gehören zu ihrem Gewässer wie die Fische und die Vögel, die Büsche und die Bäume. Ein Verein ohne alte Angler ist wie ein Gewässer ohne kapitale Fische. Wer meint, die „alten Opas“ könnten nicht angeln gehen und sollten lieber zu Hause bleiben, wird sich wundern, wenn er ihnen beim Angeln zuschaut. Das sieht alles so einfach und selbstverständlich aus, wenn sie ihre Angel bestücken, auswerfen und dann einen Fisch auf die Schuppen legen. Kunst kommt von Können. Unsere Alten können angeln, sie verdienen unsere Anerkennung und unseren Respekt. Ein Leben lang haben sie gelernt, auch beim Angeln. Die Jüngeren können von ihnen Ruhe und Gelassenheit, Ausdauer und Geduld, Routine und Angeltechnik und viele Tricks lernen. Wenn die Alten oft mehr fangen als die jungen „Avantgardisten“, dann liegt das nicht daran, dass sie an jedem Tag angeln können, wann sie wollen, sondern an ihren langjährigen Erfahrungen. Sie angeln nicht jeden Tag, an den Wochenenden räumen sie (meistens) gern den berufstätigen Sportfreunden das Feld. Unsere Alten haben ein inneres Barometer, das ihnen ziemlich genau anzeigt, bei welcher Witterung es sich lohnt, angeln zu gehen und wann nicht. Sie haben auch den richtigen „Riecher“, wann und wie man welche Köder am erfolgversprechendsten anbietet. Sie sind geduldiger als die jüngeren Stürmer und Dränger, nicht so erfolgsbesessen, und machen nicht zuletzt deshalb oft erstaunliche Fänge.
Mit ihren jahrzehntelangen Erfahrungen sind die Alten wertvolle Mitglieder unserer großen Anglerfamilie. Sicherlich gehört den Jungen die Zukunft, die Erfahrungen der Alten aber können ihnen manche Enttäuschungen, Fehlschläge und Misserfolge ersparen. Was die Alten für ihren Verein, seine Gewässer und Fische bedeuten, merken wir meist erst, wenn sie uns für immer verlassen haben. Dann klafft eine Lücke, die nur schwer und oft erst nach Jahren wieder zuwächst.
Gönnen wir ihnen ihre Freude, wir werden ja schließlich alle einmal alt…

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