Würmer -und was man über sie wissen sollte-

Würmer
Tauwurm: Würmer aller Art gehören zu den bei den Fischen beliebtesten und daher auch (vor einigen Jahren) am meisten benutzen Ködern. Der größte ihrer Vertreter, der Tauwurm, kommt vor allem in feuchtem Grasboden vor. Man findet ihn am besten bei Dunkelheit mit Hilfe einer schwachbrennenden Laterne herausgekrochenen Tauwürmer zu stark anzuleuchten oder aber beim Herangehen zu fest aufzutreten, da sie sonst sofort in der Erde verschwinden. Man kann Tauwürmer, wenn sie mit dem ganzen Körper aus der Erde gekommen sind oder aber nur noch mit dem Schwanz im Loch stecken, durch einen schnellen Griff bekommen. Hierbei muss man den Schwanz jedoch vorsichtig senkrecht aus dem Loch ziehen, da der Tauwurm sonst innerlich zerreißt und schnell stirbt. Anfänger tun besser daran, mit einem kleinen Spaten den noch mit dem Schwanz in der Erde steckenden Tauwurm zu unterstechen, um ihn auszuheben. Tauwürmer hebt man am besten über längere Zeit hinaus auf, indem man sie in einer in die Erde vergrabenen Holzkiste verwahrt. Hierzu füllt man in die Holzkiste etwa 10 cm Pferdedung ein, auf den man senkrecht Stroh stellt, das man mit Erde und Torf ausfüllt. In dieser Kiste halten sich nicht nur Tauwürmer gut, sondern sie ziehen sogar – wenn ausreichend breite Ritzen vorhanden sind – in großer Anzahl weitere von selbst in den Unterschlupf.
Rotwurm: Diese beliebteste Art des Regenwurms ist ganz erheblich kleiner als der Tauwurm und lebt vor allem in feuchtem Grund, wo man ihn unter Balken, Blätterhaufen und Kompost finden kann. Zur Aufbewahrung dient am besten eine an einem schattigen Ort oder im Keller untergebrachte Kiste, die man mit Moos füllt, dem man sogar Kaffeesatz beifügen kann. Die erforderliche, aber nicht zu starke Feuchtigkeit, erreicht man am besten mit etwas Milch, womit den Würmern gleichzeitig Nahrung gegeben wird. Von Zeit zu Zeit sollte man das Moos nach abgestorbenen Würmern durchsuchen, da sonst auch die noch lebenden Würmer leicht zu faulen anfangen.
Goldschwanz: Etwas kleiner als der Rotwurm ist der Goldschwanz, rot und gelb gestreift. Obwohl er einen unangenehmen, gelben Saft von sich gibt, stellt er einen guten Köder dar. Verwandt werden alle Regenwürmer vor allem für Barsch, Rotfeder und Plötze sowie Forellen, für deren Fang sie allerdings von den meisten Sportfischern abgelehnt werden, weil man zu viel untermaßige Forellen damit fängt, die man in den meisten Fällen töten muss, so dass der Besatz zu stark geschädigt wird.
Blutwurm: Mit diesem Namen wird die Larve der Zuckmücke bezeichnet. Sie ist etwas über 2 cm lang und rot und in Tümpeln oder auch in feuchtem Kuhdung zu finden. Sie ist ein guter Köder insbesondere für Plötzen.
Blutegel: Diese an sich nicht gerade beliebten, schwärzlichen Egel, die man fast überall in flachem Wasser und unter Holz in sehr feuchtem Boden findet, sind ein ausgezeichneter Köder für Forellen – wobei sie allerdings, ähnlich den Regenwürmern, von den meisten Sportfischern abgelehnt werden – für Barsche und Döbel, sowie für Plötzen und Barben.
Fleischmade: Die bekannteste Art, aus Fliegeneiern die als Köder beliebten Fleischmaden zu erhalten, ist die, eine mit tiefen Schnitten versehene Leber (weitab von der menschlichen Nase) in die Sonne zu hängen. Wenn man sieht, dass diese Schnitte voller Eier sitzen, legt man die Leber in einen Steinguttopf auf Sägemehl oder Torfmull. Sobald die Maden ausgekrochen sind, schüttet man sie aus diesem Topf in einen anderen, der mit Kleie gefüllt ist, damit sie hierin abtrocknen. Eine noch bessere Methode scheint allerdings die zu sein, eine große Blechbüchse an einem Drahtgriff an einen Baum zu hängen. Diese Büchse füllt man etwa zur Hälfte mit Sägemehl, in das man eine kleinere Büchse stellt. Diese kleinere Büchse enthält nun die aufgeschnittene Leber mit den Fliegeneiern bzw. Maden. Damit nicht Vögel die Maden herauspicken, bedeckt man die große Büchse mit sog. „Hühnerdraht“. Sobald die Maden ausgewachsen sind, kriechen sie von selbst innen an der kleineren Büchse hoch und fallen dann über den Rand in das Sägemehl, wo man sie ganz trocken und appetitlich (?) mit einem Löffel herausfischen kann. Fleischmaden sind ein hervorragender Köder für Döbel, Brassen und Barben, Plötzen sowie auch für Forellen und Äschen.
Mehlwurm: Züchten kann man Mehlwürmer in einem mit Kleie und Mehl knapp halb gefüllten Steinguttopf. Verwandt werden sie als Köder für Döbel und Forellen, hin und wieder aber auch für verschiedene Weißfische.

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