„Wurmsammler“, ein Beruf mit Zukunft ? :-)

Jeder Angler hat schon mit Würmern geangelt und dies machen auch heute noch einige. Der gute alte Wurm wird zwar heute nicht mehr von soooo vielen Anglern verwendet, aber seine Fische fängt er nach wie vor! Die wenigsten Petrijünger suchen sich heute noch ihre Würmer selbst und jedes Fachgeschäft für Angelgeräte hat viele Sorten Würmer im Sortiment. Diese Würmer stammen aus speziellen Zuchtfarmen und somit ist die Beschaffung ganz leicht. Früher allerdings, so vor ca. 100 Jahren war das Sammeln von Würmern – hauptsächlich Tauwürmer – in England ein Hauptberuf. Vornehmlich um Nottingham, wo es als anerkannte Erwerbstätigkeit galt und die Sammler bei großer Trockenheit, wenn keine Würmer zu finden waren, sogar Arbeitslosengeld erhielten!

Die Wurmsammler trugen Eimer an ihren Gürteln und in einer Hand eine Lampe. An einem Knie hatten sie einen Beutel – meist aus Leder – mit feinem, trockenen Sand, in den sie öfter ihre „Sammelhand“ steckten, um die Würmer mit festerem Griff fassen zu können. In warmen, feuchten Nächten waren die Würmer zu vielen Tausenden aus ihren Erdlöchern gekommen, einige erschienen schon eine Stunde nach Sonnenuntergang. Die Sammler mussten sich sehr ruhig fortbewegen, und wenn einmal ein Eimer oder eine Lampe zu Boden fiel, war es erst einmal vorbei, mit der Würmersucherei…

Die Wurmsammler versorgten aber nicht nur die Nottingham-Angler mit Ködern, sondern die Würmer wurden über ganz England und sogar ins Ausland verschickt. Heute wird dieser Beruf – wenn überhaupt – nur noch von ganz, ganz wenigen ausgeübt.

Wer also einen (sehr) großen Garten hat, könnte sich ja als „hauptberuflicher Wurmsucher“ seine Brötchen verdienen. Wie lange die Ausbildung dauert und ob man als „Wurmsuch-Geselle“ einen Abschuss machen kann, wissen wir nicht… 😉

mainkarpfen.de

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