„Anti-Grundel-Futter-Pyramide“ -„Probier´s doch einfach mal…“!

„Probier´s doch einfach mal…“!

„Anti-Grundel-Futter-Pyramide“  von mainkarpfen.de

Grundeln, Grundeln, Grundeln, und manchmal auch ein Rotauge oder eine Brasse. In fast all unseren Fließgewässern – bei uns ist es der Main – geht jedem Weißfisch-Angler die, vor einigen Jahren eingewanderte Fischart, Grundel, gewaltig auf den Zeiger…

Jeder hat sich wohl schon Gedanken gemacht diese Plage zu „umfischen“, oder einen Köder zu finden, den diese Fischart nicht mag. Nützt nichts, die Viecher fressen jeden Angelköder, egal ob Made, Mais, Wurm usw., die Grundel zieht sich alles rein. Was also tun, damit man nicht ganz den Spaß am Feedern oder Stippen verliert? Nur noch mit 30er-Boilies auf Karpfen fischen, oder mit Kilo-schweren TOTEN Köderfischen den Welsen nachstellen? Natürlich wäre auch ein dicker Blinker auf Hecht eine Option, oder mit einem 30-cm-Rassler versuchen einen Rapfen aus dem Main zu leiern… Wer es aber auf Rotaugen und Co. abgesehen hat, wird wohl kaum zum Blinker greifen.

Wir haben es mit der „Futter-Pyramide“ versucht, die ich auch schon vor 30 Jahren auf Karpfen erfolgreich angewandt habe. Allerdings nicht für Karpfen, sondern gegen nervende Grundeln am Haken.

Stippfischen

Beim Stippfischen auf verhältnismäßig geringe Distanz, wo Futterballen oder lose Köder per Hand eingeworfen werden können, klappt das ganz prima. Anfangen mit einfachen Paniermehl-Ballen mit Wasser zu einem nicht klebrigen Teig anfertigen, 1 Fläschchen Vanille-Backaroma untermischen und schon schmatzen die Grundeln munter. Die anderen –von uns gewünschten Fischarten- werden nun ebenfalls aufmerksam. Am Anfang vier bis fünf Ballen in der Größe einer Apfelsine einwerfen, 5 Minuten warten und die nächsten 3-4 Ballen mit Mais oder gekochtem Weizen vermischt, einwerfen. Nach weiteren 5 Minuten kann schon mit dem Angeln begonnen werden. Am Anfang werden noch einige Grundeln am Haken baumeln, aber nach mehrfachem –geringerem- Nachfüttern mit einer Futtermischung nach Wahl mit Mais vermischt, werden Rotauge und Brasse den Grundeln den Futterplatz streitig machen und auch an den Haken gehen. Hier eignet sich zu Anfang Mais als Hakenköder und bald können auch Maden oder Würmer als Köder benutzt werden.

Futterkörbchen („Feedern“)

Beim Fischen mit dem Futterkörbchen auf weitere Distanz wird´s da schon etwas aufwendiger. Will man es ganz genau machen, sollte man eine sog. „Spod-Rute“ mit ca. 5 ½ Ib mit ca. 250 g Wurfgewicht verwenden, mit der man sehr große Futterkörbe oder die im Handel erhältlichen „Futterraketen“ (Spomb) sehr weit werfen kann. Mit „sehr großem Futterkorb“ meine ich selbsthergestellte Drahtkörbe OHNE Gewicht in einer Größe von ca. 12 cm Länge mit einem Durchmesser von ca. 7 cm. Wie wir die Futterkörbe herstellen zeigen wir zur Abwechslung bald in einem neuen kleinen Video auf Youtube unter mainkarpfen.de. Ich verwende übrigens statt einer extra „Spod-Rute“ eine schwere Karpfenrute mit einer großen, mit 35er-Schnur bespulten Weitwurfrolle.

Den Futterkorb (oder die Futterrakete) 5-6-mal mit dem gewünschten Mix befüllen und auf den ausgewählten Futterplatz werfen. Wie beim Stippen ca. 5 Minuten warten und nach weiteren 3-5 Minuten die nächsten 3 Füllungen mit Feeder-Mix auf dem Angelplatz „abladen“. Hier sollte der Mix allerdings schon Mais enthalten. Will man das Anlegen einer Futterpyramide ganz korrekt anlegen, kann nach weiteren 5 Minuten mit 3 Füllungen Mais in der Futterrakete der Platz für unsere Zielfische Fische bereit gemacht werden.  Die sog. „Zielfische“ –in unserem Fall Rotauge und Brassen- werden den Futterplatz ebenfalls bereits gewittert haben und die Grundeln dort verdrängen. Nun kann mit einem normalen Futterkorb mit dem bevorzugten Köder am Haken gefischt werden. Auch nun werden noch ein paar Grundeln den Köder nehmen, aber nicht lange.

Wir haben die „Anti-Grundel-Futter-Pyramide“ ausprobiert und es hat funktioniert 🙂

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