Änderungen Angelerlaubnisschein der Fischerzunft Seligenstadt 2018

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Was wusste Hildegard von Bingen im Jahre 1155 vom Karpfen?

In ihrem „Buch der Fische“ beschreibt Hildegard von Bingen den Karpfen und dessen „Verwendung“ wie folgt:

Der Karpfen hat die Wärme der Moorseen in sich und hat von den Moorseen weiches und wenig nahrhaftes Fleisch. In ihnen sucht er seine Nahrung und hält sich gerne im Schaum der Gewässer auf.

Der Verzehr seines Fleisches schadet dem gesunden Menschen nicht, schädigt aber den kranken ziemlich. Wer gesund ist, kann dessen Milch und Rogen essen, der Kranke aber sollte ihn nicht essen.

Zuweilen jedoch schwimmt der Fisch in die reinen Wasserschichten und wärmt sich in ihnen. Dann nährt er sich auch von reinen Speisen und nimmt dort den Saft einer bestimmten Erde in sich auf und frisst dort bestimmte Kräuter, von denen er seine Fruchtbarkeit empfängt. Wenn diese Zeit gekommen ist, dass die Karpfen ablaichen, so sucht das Weibchen reine Felsen auf und laicht dort einmal, wobei das Männchen hinterher schwimmt. Dort ruhen sie sich aus, wenn sie nicht vertrieben werden, bis das Gelaiche zu atmen beginnt.

Und ein Mensch, der Fieber hat, so dass das Essen ihm widersteht und jede Speise ihn anekelt, der koche diesen Fisch, trenne dann seinen Kopf ab, teile ihn in der Mitte durch und röste ihn an einem Spieß über dem Feuer. Sodann lege er ihn in Wein, füge diesem ein Drittel Essig hinzu und übergieße das Ganze mit etwas Honig. So zubereitet soll er oft von ihm essen; dann wird sein Fieber aufhören, und er wird den Widerwillen gegen das Essen ablegen…

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Trifft das „Blei-Verbot“ bald auch die Angler?

Ab April 2018 gelten neue Bleigrenzwerte in der EU.

Davon betroffen sind nicht nur die „Bleigieß-Fans“ an Silvester, sondern wahrscheinlich bald auch wir Angler (?). Schon seit Jahren wird in der EU ja darüber diskutiert, ein Bleiverbot für den „angelsportlichen“ Bereich einzuführen. Mit den neuen Grenzwerten wird dies wohl von der EU im kommenden Jahr auch durchgesetzt. Also werden wir -sehr bald- auf alternative Gewichte beim Angeln, wie Steine oder Eisen (Steine gibt es im Wasser sowieso, und Eisen verrostet im Laufe der Zeit) zurückgreifen müssen. Allerdings wäre dies auch ein Schritt zum Gewässerschutz, und auch ein Schutz für uns Angler, da selbst beim Anfassen von Blei schädliche Stoffe durch die Haut in den Körper gelangen. Also warten wir mal ab, was der EU bezüglich unserem Angelblei einfällt.

mainkarpfen.de

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„Karpfen-Schreck“ -„Probier´s doch einfach mal!“ (?)

In einem Buch von 1978 haben wir ein Teigrezept für Karpfen, mit dem Namen „Karpfen-Schreck“ gefunden, und möchten dieses der angelnden Nachwelt nicht vorenthalten! Wer tatsächlich auf die Idee kommt, diese im Buch genannte „Spezialmischung“ auszuprobieren, kann dies gerne machen, (WIR werden es nicht tun!).

Also, man nimmt altes Weißbrot, welches in ein Tuch gepackt, in kochendes Wasser getaucht wird, bis es sich vollkommen mit Wasser voll gesogen hat. Soweit können wir das nachvollziehen. Die so hergestellte Weißbrotpampe wird anschließend mehrere Stunden abkühlen lassen und dann richtig durchgeknetet, bis ein zäher Teig entsteht (ok, geht noch). Evtl. muss man noch etwas Mehl hinzugeben, wenn sich das Weißbrot als zu matschig erweist. Jetzt kommt´s! Nun werden „feingewiegte“ Würmer darunter gemischt (Würg…). „Feingewiegt“ bedeutet, man soll ein altes Wiegemesser nehmen und die lebenden Würmer fein zerhacken (es wird immer schlimmer…). Natürlich kann man dazu auch eine  elektrische Kaffeemühle benutzen (und diese danach garantiert wegwerfen…). Nun kommt der Würmerbrei in den Weißbrotteig und soll -am besten mit Gummihandschuhen über die Anglerhände gestülpt- gründlich vermischt werden (und evtl. dabei ein kleines Kotzbeutelchen bereithalten…). Dies im Verhältnis 4:1, also z.B. 4 Liter Weißbrotteig auf 1 Liter gehäckselte Würmer… Diesem Köder muss kein anderer Lockstoff zugefügt werden, (aha…).

Im Original-Text steht: „Wer sich SCHEUT (!), diesen Teigköder an den Haken zu stecken, kann ihn auch hervorragend als Anfütterungsköder benutzen“.

Anmerkung von mainkarpfen.de: Man kann es auch sein lassen, diesen „Teigköder“ zu benutzen, dessen Name statt „Karpfen-Schreck“, auf „Magen-Schreck“ geändert werden sollte… 😉

 

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Hechtangeln mit zusätzlicher Laufpose ! „Probier´s doch einfach mal!“

Hier mal etwas anderes von uns, nämlich einem Tipp beim Hechtangeln 🙂

Viele Angler benutzen beim Hechtangeln den toten Köderfisch am Haken und fest-montiertem Schwimmer an der Schnur. Was passiert aber, wenn Bruder Esox den Köderfisch schnappt und in ein Seerosen- oder Krautfeld, oder ins Schilf flüchtet? Meist sieht der Angler seinen Hechtschwimmer dann nicht mehr und muss sich an der Schnur an der Wasseroberfläche orientieren, um halbwegs zu erkennen, wo sich sein Hecht mitsamt dem Köderfisch im Maul aktuell befindet. Hier ein kleiner Tipp: Einfach einen Laufschwimmer (auch Gleitpose genannt) ÜBER den Hechtschwimmer setzen und schon ist man immer im Bilde, wo sich der Räuber gerade aufhält, wenn die eigentliche Hechtpose unter Wasser verschwunden ist. Die Laufpose bleibt nämlich oben (wo soll sie auch hin…?).

„Probier´s doch einfach mal!“ 😉

mainkarpfen.de

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„Zielfisch“ Barbe im Main ?

Wenn man die Angler hier am Main mal genauer betrachtet, sind die meisten sog. „Zielfisch-Angler“ (oder nennt man das jetzt „Zielfischer“ ? 🙂 ).

Da sind die Karpfenlangzeitansitzer mit allerlei geheimnissvollen Boilies, die Welsjäger, welche es mit toten Köderfischen, die nicht einmal in eine Pfanne passen, auf 2m Waller abgesehen haben,  die Zanderangler, die sich vor Einbruch der Dunkelheit mit ihren Gummiködern rund um die Schleuse versammeln, auch sieht man die Barschbande, die es lediglich auf Ü-45 Barsche abgesehen hat, und dann noch die Fraktion der Glöckchenangler, deren Zielfisch jener ist, der Flossen hat und den man essen kann (meist wandern viele Grundeln in´s heimische Töpfchen…). Wo sind aber die Spezialisten, die auf Barben angeln? Selten, sehr selten, ja eigentlich sieht man gar keinen Barben-Spezi… Hier im Main schwimmen aber Barben, die jeden englischen Angler, der auf seiner Insel speziell auf Barben fischt (und das sind viele), vor Freude ins Koma fallen lassen würden! Barben weit jenseits der 10-Pfund-Marke (nach oben!) sind absolut keine Seltenheit und wer den Main kennt, bzw. weiß, wo sich der Sandboden in diesem Flussabschnitt befindet, der wird garantiert auch eine „Barbus barbus“ fangen. Wie wir, und gewiss auch andere Karpfenangler bestätigen können, fressen „unsere“ Barben auch gerne Boilies, die Hanf enthalten. Auch funktionieren süße Flavour wie Tutti-Frutti o.ä. Wie bereits gesagt, es gibt sie hier, die von Barben bevorzugten strömungsreichen, kiesigen Stellen, man muss „nur“ wissen wo diese zu finden sind, und dann lassen sich die Barben meist in der Dämmerung, bzw. Nacht auch fangen 😉

mainkarpfen.de

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Löcher im Twister-Schwanz -„Probier´s doch einfach mal!“

Twister üben auf Raubfische durch ihre wirbelnden Schwanzbewegungen ein hohen Reiz aus. Das wissen wir. Aber durch das Ausstanzen einiger „Löcher“ in den Twister-Schwanz mit einer sog. „Lochzange“, bekommt der Gummiköder noch einen zusätzlichen Bewegungsreiz, der sich zum Fang von Raubfischen sehr positiv auswirkt. Zwei bis vier, ca. 3 mm große Löcher reichen schon, und der Twister bekommt eine andere Bewegung unter Wasser. Das „Löchern“ des Twisterschwanzes kann man auch mit einem Nagel durchführen, wenn dieser zuvor an einer Kerze genügend erhitzt wird. ABER: Den Nagel mit einer Zange festhalten und auf eine geeignete Unterlage für den Twister achten (Holzbrett). Natürlich kann man auch die Durchmesser der Löcher variieren, auch dann verhält sich der Köder etwas anders, als andere – nicht-gelochte – Twister.

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Neue Preise für Fischereischeine in Hessen ab 15.07.2017

Das (Angel)-Jahr neigt sich langsam seinem Ende zu und so mancher wird wohl seinen Fischerei-Erlaubnisschein (man könnte auch einfach Angelschein sagen…), verlängern lassen müssen.

ABER, UFFBASSE!

Die Preise haben sich auch für die “ Staatlichen Erlaubnisscheine zum Fischfang“ (klingt noch besser!)  erhöht.

So kosten ab dem 15.07.2017:

1-Jahr:                      17,50 Euro

5-Jahre:                   45,00 Euro

10-Jahre:                 86,00 Euro

1-Jahr Jugend:         7,50 Euro

5-Jahre Jugend:    23,00 Euro

Ausländerfischereischein:               12:50 Euro

(Ausländerfischereischeine sind drei aufeinanderfolgende Monate gültig, können jeweils um drei Monate verlängert werden).

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Aalbesatz für Schultheisweiher (Offenbach) ?

Wie aus einem Artikel – Kampf dem Sumpfkrebs- , der Offenbach Post vom 15.09.2017 zu entnehmen ist, soll der sich im Schultheisweiher zahlreich angesiedelte rote Sumpfkrebs mit einem evtl. Besatz von Aalen „bekämpft“ werden.  Der Aal ist ein natürlicher Feind des amerikanischen Sumpfkrebses, aber allerdings nicht , wie der Sumpfkrebs ebenfalls, im Schultheisweiher zu Hause. Auch stellt sich die Frage, ob der Aal nach Inkrafttreten der Verordnung zur Wiederauffüllung des (Aal)-Bestandes (Rat der Europäischen Union, 2007), dort besetzt werden sollte…(?) Aufgrund dieser Verordnung sollen keine Aale mehr in Gewässer besetzt werden, bei denen die Abwanderung zum Laichen nicht sichergestellt ist.

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„Ausländerfischereischein“ (Hessen)

Immer öfter wird bei unserer Behörde, oder auch beim ortsansässigen Angelgerätehändler gefragt, ob es einen „Touristen-Angelschein“, oder „Besucher-Angelschein“ gäbe. Hier noch einmal die Antwort: Ja, gibt es.

Hierbei handelt es sich um den bislang üblichen blauen Fischereischein für das Land Hessen in abgeänderter Form. Was sagt uns das Gesetz dazu?

Im § 28 HFischG steht – Ohne Nachweis einer bestandenen Fischerprüfung nach § 26 kann auf Antrag-  (unter Punkt 3):

Personen, die im Inland keinen Wohnsitz haben oder dem diplomatischen Corps angehören und ihre Sachkunde, insbesondere durch die Vorlage eines ausländischen Fischereischeins oder Fischereierlaubnisscheins, nachweisen, ein Ausländerfischereischein erteilt werden.

Der Schein kostet 12,50 Euro, ist 3 Monate gültig und kann jeweils um 3 Monate verlängert werden. Natürlich brauch der Antragsteller auch ein aktuelles Foto von sich 🙂

Das ganze HFischG findet man auch hier auf unserer Seite.

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