Der Höckerschwan

Der Höckerschwan
Jeder Angler kennt ihn und so manchen hat er schon mächtig beim Angeln genervt: Der Höckerschwan
Hier einmal ein paar Infos zu unserem heimischen Wasservogel:
Höckerschwäne, die weißen, flugfähigen Großvögel, die Majestäten der Seen, Weiher, Park- und Fließgewässer, sind ebenso schön wie wehrhaft. Imposante Erscheinungen, die auf den ersten Blick nicht unbedingt ihr ganzes Eigenleben demonstrieren. So ist ihnen ihre Länge von 1,55 m nicht sofort anzusehen, nicht ihr Gewicht von 12 kg und mehr, und auch ihre Flügelspannweite von stattlichen 2,40 m lässt sich nur erahnen. Natürliche Feinde haben sie keine mehr, der Verlust von Eiern und Brut durch Raubzeug, wie auch der von Jungvögeln in strengen Wintern hält sich derart in Grenzen, dass die gebietsweise starke Ausbreitung kaum aufzuhalten ist. Auch in dieser Situation bleiben die schneeweißen Gefiederten mit orangefarbenem Schnabel und aufgesetztem, schwarzen Höcker stets sehenswerte Schönheiten. Gleich, ob ruhig schwimmend oder in Imponier- und Drohhaltung bei zurück gelegtem Kopf und segelartig gelüfteten Schwingen.
Etwa Ende März, wenn der Winter vorbei ist und die Gewässer wieder offen sind, kommen sie in ihr angestammtes Brutrevier zurück. Je nach Witterung sind sie „Teilzieher“ über weite Strecken und auch Standvögel. Jetzt sind sie bald Brutvögel und werden sich als Partner auf Lebenszeit die Nachwuchssorgen einigermaßen teilen. Während ihm die Bewachung des Brutgebietes zufällt, die er mit starken Zischtönen, Drohgebärden und in dieser Zeit verstärkter Angriffslust wahrnimmt, baut sie das riesige Nest – oft schwimmend , – aus Pflanzenteilen im oder am Schilf, bebrütet fast allein die vier bis sieben schmutzig-braun-gelb aussehende Eier ca. 36 Tage. Wenn die Jungen, deren Farbe grau ist und der Höcker noch fehlt, geschlüpft sind, hilft auch das Männchen bei der Aufzucht.
Der Höckerschwan ist ein starker Vogel, doch begnügt er sich mit einfacher Nahrung: Unterwasserpflanzen, die er vom Boden abweidet, hauptsächlich Gras, gelegentlich auch Kleinlebewesen. Fische sind jedoch nicht unbedingt sein Fall.
Er ist ein wehrhafter Geselle und in der Brutzeit auch dem Menschen nicht gerade freundlich gesonnen. Ein schöner Vogel ist er auf jeden Fall, da er die Artenvielfalt tierischen Lebens am Wasserrevier bereichert.
U. Kruczewski

Dieser Beitrag wurde unter Übrigens... veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.