„Z-Blinker“ -Fängiger Spinnköder im -normalen- Oktober-

„Z – Blinker“ –Oktober 2014-
Der gute alte Z-Blinker ist ein künstlicher Spinnangelköder, den manche auch als „Taumelköder“ bezeichnen. Von „Spinnern“ unterscheiden sie sich dadurch, dass sie keine Achse haben, um die sie beim Zug im Wasser rotieren. Blinker sollen vor allem kranke, unregelmäßige schwimmende und fliehende Fische vortäuschen. Einer der bekanntesten „Taumelköder“ ist wohl der klassische „Z-Blinker“. Dieser, in verschiedenen Größen und Farben hergestellte Blinker weist seht gute Wurf- und Fangeigenschaften auf –wenn er richtig geführt wird.
Meist im Oktober -2014 mal ausgenommen-, wenn das Angeln mit Kunstködern kaum noch durch Wasserpflanzen behindert wird und die Zeit des Spinnangelns beginnt, kann der Z-Blinker besonders für den Fang des Hechtes verwendet werden.
Da der Hecht bekanntlich nicht im eigentlichen Sinne des Wortes „jagt“, sondern als lauernder Räuber meist still in seinem Einstand verbringt, um dann urplötzlich zuzustoßen, wenn sich ein Beutefisch dicht genug genähert hat, darf der Blinker nicht zu schnell geführt werden. Langsame Führung sollte nicht mit eintöniger Führung gleichgesetzt werden. Es ist vielmehr ratsam, die Einholgeschwindigkeit öfter zu ändern. Mal sollte man den Köder etwas schneller, dann wiederum langsamer führen, ihn manchmal auch absinken lassen, um ihn anschließend mit einem leichten Ruck wieder anzuheben. Das dadurch hervorgerufene Bewegungsspiel des Köders wirkt auf Meister Esox sehr verlockend. Man muss bedenken, dass seine Futterfische ja auch nicht wie an einer Schnur gezogen mit monotoner Geschwindigkeit daherkommen.
Oft erfolgen Anbisse während der Phase des Absinkens! Obwohl die Hechte im (normalen!) Oktober meistens bereits im tiefen Wasser stehen, wo sich auch ihre Beutefische aufhalten, kommt es nicht selten vor, dass sie den Köder dennoch bis dicht ans Ufer verfolgen und noch dicht unter der Oberfläche zufassen. Darauf sollte man stets gefasst sein!
Gehakte Hechte wehren sich durch rüttelnde Bewegungen, auch Sprünge sind keinesfalls selten. Im Drill gilt es, die Schnur immer straff zu halten, da der Drilling sonst leicht aus dem Hechtmaul ausschlitzen kann. Zur Landung kann ein Gaff eingesetzt werden, aber ein großräumiger Kescher ist immer vorzuziehen. Eine Rachensperre und eine Lösezange sind natürlich Pflicht!
Kleine Z – Blinker, bis etwa fünf Zentimeter Länge, eignen sich gut für den Fang von Barschen. Die Montage, überhaupt die gesamt Ausrüstung, kann in diesem Fall schwächer ausgelegt werden. Was die Köderführung betrifft, so ist der Barsch –im Gegensatz zum Hecht – nicht abgeneigt, auch einen schnell geführten Blinker zu nehmen. Er ist als Schwarmfisch gewohnt, seine Beutefische auch über längere Strecken zu verfolgen.

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