Gekochte Spezialköder -Kevin Maddocks-

Gekochte Spezialköder –CARP FEVER-

In dem Buch von Kevin Maddocks „CARP FEVER“ schreibt er auch von gekochten „Spezialködern“, die eigentlich durchweg Karpfen fangen. Diese damals „Spezialköder“ genannten gekochten Köder, waren schlicht und einfach Boilies.

… wenn man einen Köder sucht, der durchweg Karpfen fängt, mit der geringsten Einmischung von anderen Fischarten, sind gekochte Köder die besten. Abgesehen von Raubfischen, gibt es keine anderen Fische mit so vielleicht einen größeren Karpfenköder annehmen könnte, ist eine große Schleie oder ein Döbel. Es gibt Fälle, in denen ein hartgekochter Köder von einem unerwünschten zwischen die Lippen genommen wird, dass der größte benötigte Köder ungefähr wallnussgroß sein sollte. Die Angler, die viel größere Köder verwenden, erregen zwar weniger die Aufmerksamkeit von unerwünschten Fischen, es könnte aber auch sein, dass solch ein riesiger Köder den Karpfen verschreckt! Die ideale Größe eines gekochten Köders liegt zwischen einem halben, bis einem ¾ Inch (12 – 18 mm) im Durchmesser.

Die Hauptidee ist es, einen akzeptablen Köder zu schaffen, der, obwohl erkennbar für den Karpfen, auch praktisch zu gebrauchen und lange halten muss, wenn er erst einmal ausgeworfen ist. Karpfen können dazu gebracht werden, ausschließlich Angelköder anzunehmen, aber normalerweise werden sie diese Köder nur dann annehmen, wenn nur wenig natürliches Futter vorhanden, oder das Wasser überbesetzt ist, und die Fische folglich hungrig sind.

Ein gut gekochter Köder hält lange Zeit im Wasser und hat daher größere Chancen von einem Karpfen gefunden zu werden. Dies ist wichtig, da ein vorsichtiger Fisch einen Köder oft mehrere Male untersuchen wird, bevor er endlich entscheidet, ihn zu fressen. Ein Boilie kann so hart sein, wie Sie wollen, er wird trotzdem von einem Karpfen angenommen und gefressen werden.

Auf Grund dieser Fakten und dem Vertrauen, dass sie dem Angler einflößen, sind gekochte Köder zweifellos am wirksamsten. Sie müssen immer mit Geduld und Sorgfalt hergestellt werden und es gibt ein paar Regeln, die Ihnen dies einfacher machen. Ein guter gekochter Köder sollte folgendes enthalten:

1.     Ein Bindemittel (außer den Eiern, obwohl diese gelegentlich als Bindemittel genügen)

2.     Einen losen Bestandteil

3.     Einen guten Geschmack und Geruch

Um die Kosten von Eiern zu sparen, kann man manchmal 1/3 Wasser als Ersatz verwenden.

Auf dieser Basis kann z.B. ein guter, gekochter Köder hergestellt werden:

Bindemittel: 1 oz (28g) Weizengluten

Loser Bestandteil, Geschmack und Geruch:9 oz (252g) gemahlenes Katzenfutter

Das ist ein unkomplizierter Boilie, der einfach zu machen und wirklich nicht teuer ist. Die gemischten Pulver werden einfach mit genügend Eiern vermischt, der steife Teig dann gerollt und gekocht wie gewöhnlich. Hier ist Katzenfutter ein riechender, ausgewogener, loser Bestandteil mit guter Konsistenz. Der Weizengluten hilft den Teig zusammenzuhalten und verhindert das Auseinanderbrechen, wenn ein Haken durchgezogen wird.

Es gibt keine festen Regeln bezüglich der Zubereitung von Boilies, außer der Notwendigkeit mit den Zutaten, die Sie verwenden wollen, zu experimentieren. Manche Mehle sind zum Beispiel ziemlich grob und lassen einen Köder zerbröckeln, andere sind so ölig, dass sie die trockenen Zutaten während des Vermischens  aufsaugen. Dabei entsteht eine krümelige Mischung. Man muss außerdem vorsichtig sein, nicht zu viele „leichte“ Zutaten zusammenzumischen, wie Natrium Casein oder Milchpulver, Fischfutter und Babynahrung, da die Köder beim Kochen dadurch fast schmelzen oder schwammig und weich werden können.

Manche Mixturen können beim Kochen oben schwimmen. Wenn das passiert, ist es wahrscheinlich auf zu viele leichte, hitzeempfindliche Zutaten zurückzuführen. Nimmt man die Köder sofort, wenn sie an die Oberfläche kommen heraus, werden sie nach dem Härten zu Sinkern. Wenn Sie jedoch mit den leichteren Zutaten Probleme haben, könnte es helfen, einen schweren Bestandteil hinzuzufügen, der die Grundmischung nicht allzu drastisch verändert. Schwere Zutaten sind zum Beispiel gemahlener Reis, gemahlene Nudeln, Grieß, Maismehl und Kornmehl.       

        

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