„Gefrorener Eiswaffelmais“

Von Rainer Appel -mainkarpfen.de-

„Gefrorener Eiswaffelmais“

… und es begab sich zu der Zeit, als ich noch mit dem Lkw durch die Landschaft fuhr und u.a. auch Eisdielen belieferte. Da man Eis gerne aus „Waffelhörnchen“ isst, und wir diese natürlich auch an Eisdielen lieferten, kam mir eines Tages die Idee, Waffeltüten zum Angeln zu verwenden. Ich hatte schon zuvor aus sog. „Waffelbruch“, also kaputten Eistüten, Mehle zum Anfüttern hergestellt. Erstens bekam ich die Waffeltüten fast umsonst, zweitens war die Herstellung von Waffelmehl kein Problem und drittens musste ich diesen Mehlen ganz selten noch einen zusätzlichen Lockstoff zufügen. Meist handelte es sich um Bisquit-Waffeln und diese hatten schon genug Eigenwitterung. Jedenfalls überlegte ich, was ich noch mit den Waffeln anstellen konnte und so kam mir die Idee, diese mit Weizen und/oder  Mais zu füllen, um damit gezielt anfüttern zu können. Und das war ganz einfach: Man nimmt eine Waffeltüte, füllt diese mit bereits gekochtem –oder gequollenem- Weizen bzw. Mais, gibt die Körner in die Waffeltüte und friert das Ganze ein. Wichtig ist nur, dass die Körner nicht trocken in die Tüte kommen. Die Feuchtigkeit des Getreides wird von der Waffeltüte aufgenommen und so frieren die Körner nicht nur an der Tüte fest, sondern auch untereinander zusammen. Sind die Mais- oder Weizentüten nun richtig steif-gefroren, lassen sie sich wunderbar zum Angelplatz per Hand oder auch mit der Futterkelle werfen. Am Gewässergrund angekommen, löst sich die Waffel auf und zurück bleibt das Getreide. Alleine schon das Auflösen des Waffelteiges lockt die Fische an und auf dem Gewässergrund bleibt ein Häufchen Getreide (bei fließenden Gewässern wird es natürlich ein wenig verteilt, macht aber nix). Man kann auch den Hakenköder auf einen Haken am Vorfach ziehen und einfach in eine gefüllte Waffeltüte geben und zusammen einfrieren. Am Gewässer dann einfach das Vorfach mitsamt der gefrorenen „Ködertüte“ an die Hauptschnur (oder Wirbel) und ab zum Fangplatz. Dort löst sich die Waffel wieder auf und man hat rund um den Köder einige Körner liegen. Heute werden PVA-Beutel usw. benutzt, es funktioniert aber auch sehr gut mit den Waffeln.

Man muss aber nicht gleich einen ganzen Kasten dieser Dinger kaufen, meist sind da zwischen 600 und 1.000 Stück drin. In jedem Supermarkt gibt es die Waffeln auch in „haushaltsüblichen“ Mengen.

Übrigens sollten die gefrorenen Eiswaffelködertüten in einer guten Kühl- oder Gefrierbox zum Gewässer transportiert werden…;-)

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